SPÖ Weiz - Gemeinsam für unser Weiz!

Schienengipfel - Ampelgipfel

SCHIENENGIPFEL

Die Anbindung der Stadt beginnend von Weiz-Nord an die internationalen Schienenstränge bietet uns ein Zukunftspotential in den Bereichen Mobilität, Umweltverträglichkeit und Transport. Aus diesem Grund ersuche ich auch alle daran interessierten Menschen diesem wichtigen und positiven Langzeitprojekt ausreichend Entwicklungszeit einzuräumen und nicht schon nach so kurzer Zeit auf Erfolg oder Misserfolg zu beurteilen. Die Steiermarkbahn jedenfalls ist mit den derzeitigen Benutzerzahlen durchaus zufrieden, auch wenn es zu gewissen Zeiten wie z.B. bis 22 Uhr schon noch ausreichend „Luft nach oben“ gibt.

Aber erst diese Taktung und die Verlängerung der Bahn quer durch die Stadt bis zur Haltestelle Weiz-Nord ermöglicht es Menschen, die aus beruflichen Gründen in unsere Stadt einpendeln, ihr Auto daheim stehen zu lassen und auf die Steiermarkbahn umzusteigen. Insbesondere gilt dies auch für die Jugendlichen, die in unserem Bundesschulzentrum ihre Schulausbildung erhalten. Im Interesse der Verringerung von Individualverkehr und der Steigerung unserer Lebens- und Umweltqualität gilt es diese zukunftsorientierte Entwicklung abzusichern und mittel- bis langfristig wesentlich zu verstärken.

Leider ist es auch in diesem Fall – wie bei vielen Innovation – zum Projektstart zu gewissen unerwarteten Anfangsproblemen gekommen. In diesem Fall ist leider die negative Zug-Lärmentwicklung anzuführen. Denn die zeitliche und anzahlmäßige Ausweitung von Zügen im S-Bahn-Rhythmus von frühmorgens bis nach 22 Uhr bedingt eine deutlich erhöhte Lärmbelastung. So werde ich mitunter als unmittelbarer Anrainer an Wochentagen frühmorgens vom Quietschen und Pfeifen der Züge geweckt.

Aufgrund dieser eigenen Beobachtungen und verstärkt durch Beschwerden betroffener AnrainerInnen habe ich deshalb die Verantwortungsträger der Steiermarkbahn zu einem Lokalaugenschein nach Weiz eingeladen. Vor Ort konnten sie sich mit eigenen Augen und Ohren (!) ein Bild von dieser „Geräuschkulisse“ machen. Als erste Konsequenz daraus wird in nächster Zeit der Versuch unternommen, mittels eingebauter Spurkranzschmierungen an den Zügen oder durch Schmiervorrichtungen direkt am Gleiskörper wesentliche Verringerungen der Geräuschbelastung zu erreichen. Weitere Maßnahmen werden von der Bahn mit Experten aus dem Eisenbahnbereich diskutiert, erarbeitet und künftig bei Bedarf ausprobiert. Der von mir eingeforderte Einsatz von geräuscharmen Elektromotoren statt der brummenden Dieselaggregate kann allerdings leider erst dann erfolgen, wenn die Ostbahnstrecke zwischen Gleisdorf und Graz elektrifiziert wird.

Ich hoffe, dass diese Maßnahmen zu einer echten Verbesserung führen, wobei ich durchaus das Gefühl habe bzw. dies auch akustisch wahrnehme, dass manche Zugeinheiten in letzter Zeit durchaus leiser unterwegs sind.

 

AMPELGIPFEL

Die erhöhte Frequenz an durch die Stadt fahrenden Zügen hat aber natürlich auch Auswirkungen auf alle anderen VerkehrsteilnehmerInnen. Vor allem die damit verbundenen langen Fußgeher-Wartezeiten an den Ampeln haben zuweilen zu Ärger sowie zu Anfragen bei mir geführt. Da ich mitten in der Stadt lebe und dort nahezu immer mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs bin, kenne ich diese Problematik auch aus eigener täglicher Praxis.

Deshalb habe ich mich gemeinsam mit den Mitgliedern des Verkehrsbeirates dafür stark gemacht, in Zusammenarbeit mit den zuständigen Technikern der Landesverkehrsabteilung, Vertretern der Steiermarkbahn und der für die Ampeln zuständigen Fa. Siemens die derzeitige Situation zu verbessern. Aus diesem Grund wurde eine verkehrsplanerische Untersuchung der aktuellen Ampelsituation in Auftrag gegeben, die eine Notwendigkeit einer Nachjustierung der derzeitigen Ampelschaltungen auch aus objektiver und verkehrstechnischer Sicht erbrachte

Vor allem in den Kreuzungsbereichen der Kapruner Generator Straße mit der Birkfelder Straße, der Europa-Allee, der Siegfried-Esterl-Gasse und vor dem Tor IV der Andritz Hydro sollen in Bälde durch die Verringerung der sogenannten Sperrzeit für die einfahrenden Züge die Ampeln rascher wieder in die Grünphase wechseln. Zudem werden ab dann zuerst die FußgängerInnen - bislang war es der KFZ-Verkehr - Grün erhalten, nachdem die Bahn die jeweilige Kreuzung passiert hat. Vor allem für den Fuß- und Radverkehr soll so eine spürbare Kürzung der Wartezeiten erreicht werden.

Die Ampeln im Bereich der Gleisdorferstraße, die von den hohen Sicherheitsbestimmungen der Steiermarkbahn nicht berührt sind, werden künftig abends ab 20 Uhr und an Samstagen ab 18 Uhr ausgeschaltet bzw. dann in eine Dauer-Gelbblinkphase umgeschaltet.

Diese zur Optimierung der Verkehrsströme in der Weizer Innenstadt notwendige Neuprogrammierung der Ampelanlagen an den beschriebenen Kreuzungspunkten und das Einspielen in den zentralen Verkehrsrechner werden nach Auskunft der Techniker allerdings rund zwei Monate in Anspruch nehmen.

Übrigens: Wenn Sie mit einem öffentlichen Verkehrsmittel in Weiz ankommen oder von Weiz wegfahren, kann Ihnen das Wetter bald weniger anhaben! Aufmerksame Zeitgenossen haben sicher mit Freude registriert, dass die Haltestellendächer an unserem Verkehrsknotenpunkt Weiz-Zentrum bzw. bei der Bushaltestelle in der Siegfried-Esterl-Gasse unmittelbar vor ihrer Fertigstellung stehen. Grundsätzlich lag es nicht in unserem Verantwortungsbereich, dass sich die Realisierung dieses Projektes der Stmk. Landesbahn leider unverhältnismäßig lange verzögert hat. Dass man nun aber endlich im Trockenen auf seinen Bus oder Zug warten kann, freut mich sehr.

Schienengipfel - Ampelgipfel